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Dr.
Laura Méritt |
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Sexarbeiterin,
Betreiberin von "Sexclusivitäten", Sex-Beraterin,
Mediatorin
Kommunikations-wissenschaftlerin |
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Unternehmensphilosophie | Leselust | Veröffentlichungen
| Medienrummel
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| 2012: |
Prager Frühling 2/2012
„Früher gab es nur Plastik, helle Haut und Schwanz“.
Sexpertin Laura Méritt über PornYES, PorNO, Sex und Arbeit
>> PDF |
| 2012: |
TAZ 3/2012 "Du bist ein Sex-Subjekt!"
Zum Internationalen Frauentag am 8.3.2012. Interview mit Laura Méritt von Heide Oestreich
>> Link |
| 2012: |
Siegessäule 3/2012 "Viva la vulva!"
>> PDF |
| 2012: |
Tip 06/2012 "Dirty Diaries"
>> PDF |
| 2012: |
Freundin. " Ich will besseren Sex! Wir haben ein Experten-Team mit der Erfüllung beauftragt." 1/2012
>> LINK |
| 2011: |
Tetu, Oktober 2011
>> LINK |
| 2011: |
Die Pionierin - Bericht über den Slutwalk am 13.August.
>> LINK |
| 2011: |
"Keine Angst vor den Schritten in der Nacht." Taz 15. 8.
>> PDF |
| 2011: |
Interview mit Laura Meritt in "weird. Das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld." Nr. 43 Mai 2011 Rubrik „Vita".
>> LINK "www.weird-bielefeld.de" |
| 2010: |
Interview RBB 21.10.2010 "Nina Siegers im Gespräch mit Laura Méritt.
"
>> LINK |
| 2010: |
Jungle World "Slow down, pleasure up"
9/2010 >> LINK |
| 2010: |
TAZ "Die Expertin in Sachen Orgasmus"
9/2010 >> LINK |
| 2010: |
Ladyfest in Trier "Laura Méritt über polygame Beziehungen "
8/2010 >> LINK |
| 2010: |
Ladyfest in Trier "Wenn Frauen Pornos machen
"
8/2010 >> LINK |
| 2010: |
Zitty BERLINS beste Sexshops
3/2010 >>PDF |
| 2009: |
Interview mit
Laura Méritt "Die Lust-Verkäuferinnen".
Myself 4/2009 >>PDF |
| 2009: |
Interview mit
Laura Méritt. 'Prostitution.
Sich auf die Kundinnen und ihre Wünsche einstellen."
lmag 1/2009 >>PDF |
| 2009: |
Modern
Emotion "The pioneering female spirit".
1/2009 >>PDF |
| 2008: |
Interview mit
Laura Méritt "Frauen im Fluss.".
Tempelhofer Journal 9/2008>>PDF |
| 2008: |
Kreuzberger
Chronik zur Ausstellung "Die schönsten
Lesben kommen aus Berlin" 9/2008. >>PDF |
| 2008: |
Interview mit
Laura Méritt "Le porno lesbien".
Tetue 6/2008>>PDF |
| 2008: |
Interview mit
Laura Méritt über
SexualitätEN, (feministische) Pornos und Lookism.
Utopia: Jugendzeitung |
| 2007: |
Zitty ´Frühlingsgefühle
...' >>PDF |
| 2006: |
myself Wie
treiben´s Profis?.'
>>PDF |
| 2006: |
lmag 'Presseball
mit Gattin
>>PDF |
| 2006: |
Jolie
'Pimp your sex life.'
>>PDF |
| 2006: |
Existenzielle 'Sex
sells'
>>PDF |
| 2006: |
Cosmopolitan 'Die
neue Erotik...'
>>PDF |
| 2002: |
Siegessäule (Berlin)
>>PDF |
| 2001: |
lespress (Bonn)
'Die Dildo-Dealerin ...'
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| 2000: |
Outline (Berlin)
'Im Reich der Sexpertinnen'
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| 2000: |
Kreuzberger Chronik (Berlin)
'Laura Méritt, Linguistin'
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| 1998: |
X - TRA! (Wien)
'Laura Méritt: Sexpertin'
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| 1997: |
Siegessäule (Berlin)
'Berlins Sexpertin Nr. 1'
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| 1995: |
taz (Berlin)
'Mehr Spaß im Bett mit Lauras Sexclusivitäten'
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| 1994: |
WoZ (Zürich)
'... Fuckerware-Parties und Dildogiessen am Feierabend'
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> lespress Dez.
2001 von Leonie Wild
Die Dildo-Dealerin
Sie tanzt in kreativen Gassen: die Berliner Sexpertin und
Linguistin Laura Méritt
(...) Durch die Tür mit aufgedrückten Lippenstiftküssen
geht es mitten rein in "privat" und "beruflich" der 41-Jährigen. Freitags
sammeln sich Frauen zum Damensalon, stapfen zielstrebig ins Spielzeugareal
oder wagen sich zunächst nur ins Wohnzimmer. (...)
Ihre scheuen Pappenheimer tauen bei Kaffee mit Zimt auf, die Resoluteren
diskutieren über die Beschaffenheit von Toys oder schauen sich
erotische Lehrvideos an - im fremden Wohnzimmer.
(...)
Im erzkatholischen Trier verknüpfte sie Studium und Trotzkistinnen-Dasein,
organisierte Fahrten zu Abtreibungskliniken in der Eifel - in den Siebzigern,
als die Öffentlichkeit noch mit dem "Bekenntnis" von 25 Frauen auf
dem Stern-Cover haderte, und auf Abtreibung Gefängnis bis zu fünf
Jahren stand. (...)
Als es ihr an der weinseligen Mosel zu eng wurde, machte sie sich über
die Zwischenstation Frankfurt auf ins weite Berlin, dem Experimentierfeld
erster Güte. In den sexuellen Aufbruchzeiten wurde Méritt zur
selbsternannten "Dildo-Dealerin", (...)
mit dem Köfferchen voller Spielzeug tourte sie über Fuckerware-Partys,
als die "Penetrationsdebatte" unter Frauen tobte, "Mösenguckgruppen" tagten
und Kerzenständer als "phallisch" abgetan wurden. (...)
Für besonders Wissenshungrige hat sie ihr geballtes Wissen in das
Buch "Lauras Spielzeugschatulle" gesteckt, beim Querverlag erschienen
und versehen mit Anekdoten und Historie rund um Toys.
(...) seit ihrer Ankunft in Berlin engagiert sie sich in der Hurenbewegung.
Méritts selbstverständlichem Umgang mit der Hurenbewegung entspricht
der japanische Ausdruck für Prostitution: "den Frühling verkaufen".
Ein "spielerischer Ort" sei die Prostitution, ein "Experimentierfeld".
(...)
Ein aktuelles Projekt hat sie mit Unterstützung der Europäischen
Kommission gemeistert: Ihr taufrisches Aufklärungsvideo "Euro-Sex" soll
europaweit Huren überlebenswichtige Tipps geben und Stärke
vermitteln. (...)
Von Laura Méritt geführte "Hur-Tours" führen seit 1993
durch Berlins Mitte. Sie zeigt auf Fassaden: "Hier war ein Puff". Schafft
Erstaunen ("Hier?"), lässt die Neugierigen üben, Passanten anzuflirten,
trällert Lieder aus den zwanziger Jahren, erzählt Anekdoten
aus der Hurenszene in der DDR. Wieder einmal baut sie Hemmungen ab.
(...)
Neben all dem Engagement für glückliche Sexualität arbeitet
Méritt an ihrer Doktorarbeit. Ihr Thema dockt an die Passion an:
Körpersprache von Frauen beim Sprechen über Sex. (...)
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| > Outline August
2000 von Gudrun Holz
Im Reich der Sexpertinnen
Sex als Dienstleistung? Eine lesbische Sexpertin und eine Agentur-Chefin
engagieren sich für die Anerkennung der Prostitution als Beruf.
(...)
Die kleinen Satinkissen sehen aus wie aus der Form geratene Hüte. Grün,
rot oder schillernd in Rosa- und Zyklamschattierungen. (...)
Laura Méritt hat es schön. Hier ein Paar Biedermeierfauteuils, während
sich drüben (...) einige dutzend verschiedener Toys und Dildovariationen
hinterm Glas der Vitrine drängeln, gleich neben dem gobelinartigen Wandteppich
mit Schäferinnen-Idylle. (...)
Méritt war eine der ersten, die in Berlin Vertrieb und Herstellung
von erotischen Utensilien aus Frauenhand organisierte. (...)
Im hauseigenen Prospekt von "Sexclusivitäten" ist zu lesen, dass "der
Markt sexpandiert" - im "Land der unbegrenzten Möslichkeiten", versteht
sich. Ein anderes Projekt aus dem Hause Méritt geht noch einen Schritt
weiter: "Auf Wunsch zeigen wir auch mal, wo der G-Punkt liegt!"
Der berühmtberüchtigte "Club Rosa" - von vielen in der Versenkung
geglaubt - ist also nach wie vor im Gange. (...)
Bis heute ist "Club Rosa" als Vermittlerin von sexuellen Diensten von Frauen
für Frauen ein Unikat, bundesweit sowieso. Ähnliches gibt es nur in
San Francisco. Vermehrt nehmen in der letzten Zeit auch ältere Frauen dieses
Angebot wahr, die nach Kindern und Ehe die eigene - auch lesbische Sexualität
- neu erfahren wollen. Insgesamt kommen die meisten Interessentinnen von außerhalb,
angezogen von der schutzbietenden Anonymität der großen Stadt.
(...)
Aus der Idee, Öffentlichkeitsarbeit zu Sexarbeit machen, entstand "Hurtours",
eine spezielle Art der Stadt- und Touristenführung durch den ehemaligen
Ostbezirk mit Blick auf seine Hurenhistorie. Nach mittlerweile knapp zehn
Jahren Hurtours hat die Volkshochschule Mitte die Führung in ihr
Programm integriert. (...)
Immer kurz vor Schichtbeginn der real anschaffenden Mädels von der
Oranienburger Straße ist Ende des Rundgangs, schließlich soll
kein purer Voyeurismus bedient werden. "Die Leute wissen schlicht zu wenig über
Sexarbeit, wir machen hier Bildungsarbeit", so Méritt. Schließlich
hat sie ja auch Lehramt studiert. (...)
Jeden Freitagabend veranstaltet sie außerdem noch einen Damen-Salon "chez
Méritt". (...)
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| > Kreuzberger
Chronik Jan. 2000
von Sylvia Platt
Laura Méritt, Linguistin
Dildo bzw. Dilda (...) bezeichnet ein phallusförmiges
Sexspielzeug. (...)
im 16. Jahrhundert als Nonsenswort in Refrains von populären Songs
zu finden, dann erst wieder im 19. Jh. in Wörterbüchern der "vulgären
Sprache".
Um ein solches hat die Linguistin Laura Méritt 1994 die Menschheit
bereichert: das Sexikon. Sextausend Wörter trug die unermüdliche
Forscherin der schlüpfrigen Hintergründe und vieldeutigen Anspielungen
vorlauter Worte zusammen. Und stellte damit für Jung und Alt noch
einmal klar, daß Sex ("undefinierbar!") zweifellos mit Libido ("lat.
Begierde, Grundbedürfnis einer jeden") zu tun hat und zum "libidinieren" oder
zum Orgasmus ("griechisch: ergon, Arbeit, doch die macht bekanntlich freier
(...) ") führen kann.
Laura Méritt lacht. (...) Aber sie meint es ernst. "Es ist interessant,
den Wörtern auf die Spur zu kommen, wie und wann etwas in einer bestimmten
Weise benutzt wurde. (...) Ich will hinter die Wörter gucken und,
gerade beim Sex, nicht immer alles gleich so ernst nehmen." Doch die Theorie
allein führte nicht ans Ziel ihrer Wünsche, "mit den sexuellen
Energien der Frauen die Welt zu verändern." (...)
Da das Wort nicht half, schritt die Sprachwissenschaftlern zur Tat.
In der Tradition von Susie Sexpert und Annie Sprinkle, den amerikanischen
Pionierinnen weiblicher Lusterfüllung, begann die Kreuzbergerin nun
mit einem Vertreterköfferchen durch die Lande zu ziehen. (...)
Heute platzt die Kollektion in ihrer Wohnung aus allen Nähten und
ist zu einem magischen Anziehungspunkt für Frauen verschiedenster
Naturen geworden.
(...)
Das frauenfeindliche Christentum hindert sie nicht daran, einmal im
Monat die Passionskirche zu betreten, um unter dem Kreuz ihre Mission
zu verkünden.
In den Zeiten der Talkshows hat Laura Méritt eine weitere, wundervolle
Rolle für sich gefunden und brilliert als Literaturkritikerin des
Lesbischen Quartetts. Bemerkenswert professionell zerlegt sie gemeinsam
mit ihren Kolleginnen und einem einsamen Kollegen die lesbische Literatur
der letzten Jahrhunderte. Und verführt mit ihren bissig-ironischen
Kommentaren und nicht zuletzt ihrem ansteckenden Lachen die Gemeinde
in den Hallen der Andacht zu unchristlichen Beifallsbekundungen. (...)
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| > X
- TRA! 19.
Dez. 1998 von nsch
Laura Méritt: Sexpertin
(...) Sexpertinnen und Sexarbeiterinnen ver"queer"en die Strukturen, die
Frau ist nun nicht mehr die Dienende im Spiel um die große Befriedigung,
sondern die Verdienende & Verdienstvolle. (...)
Die Position der Lehrerin von Erotik und Lustvermögen, der ars erotica,
ist uralt und uns mindestens seit Sappho, Aspasia und den heidnischen
Tempelpriesterinnen bekannt, nur ist sie uns irgendwo unterwegs in der Geschichte
abhanden
gekommen. (...)
Laura Méritt ist neben Annie Sprinkle, Susie Bright, Pat Califia,
Carol Queen (...) eine der schillerndsten Pionierinnen des lustfreundlichen
Feminismus.
(...) sie gründete den 1. Escort-Service von & für Frauen, sie
ist die erste Sextoy-Vertreiberin Europas. Laura Méritt studierte
Linguistik und unterrichtete an der Humboldt-Universität Berlin,
sie arbeitet als Hure, Journalistin, Autorin, Herausgeberin, Huren-,
Frauen-
und Lesbenaktivistin, Performerin, Sexeducator und vieles andere mehr.
Ihre Talente sind unzählig, und ihre größte Gabe ist ihr
hinreißendes Lachen, mit dem sie lustvoll den Bogen von der (politischen)
Theorie in die erotische Praxis spannt.
Müssen Politik und Lust Gegensätze sein? Offensichtlich nicht.
Tatsächlich gehören sie wie Zwillinge zusammen und Laura ist
lebendes Beispiel für diese "lustvolle Politik" oder für die "Politik
der Lust". (...)
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| > Siegessäule Juli
1997 von Andrea Winter
Laura Méritt
Berlins Sexpertin Nr. 1 - unter ihrer fachkundigen Beratung begab
sich schon so manche
auf den geheimnisvollen Weg der verspielten lesbischen Sexkünste
Vor ungefähr 10 Jahren (...) Eine neue Spezies war in die Stadt gekommen
(...) Die Metropolenlesbe glaubte, sich mit (...) ihrer Sexualität auszukennen
- bis eine Landpomeranze sie in neue Tugenden und Indiskretionen einweihte.
(...) Wie eine Avon-Beraterin nimmt sie ihr Köfferchen mit erotischen
Accessoires und Rezepten zur Verbesserung der weibliche Lustempfindung,
(...)
Laura ist die Vorführerin der Lüste am eigenen Körper oder
am Körper der Kundin (...)
Vor 400 Jahren hätte man Laura vermutlich verbrannt, in der "Roaring
Twenties" schwärmerisch als "Freigeist" bezeichnet.
Kurz vor der Jahrtausendwende ist die Stimmung in der Hauptstadt liberal.
Im Kopf und unterhalb der Gürtellinie hat sich viel verändert
(...) Die postmoderne Lesbe kennt den Preis für ihre Lust, hat gelernt,
richtig zu investieren "und dafür schönere Sachen zu haben" -
schönere Orgasmen miteingeschlossen.
Die Entrüstungswelle, die der erotischen Vorreiterin einst entgegenschlug,
hat sich gelegt. (...)
Laura Meritts Traum ist ein Love-Hotel für alle Begehrenden wie in
Japan: schöne Häuser mit verschiedenen Räumen - französische
Suite, Zugabteil, Wigwam, Saloon. Du sucht dir aus, was du spielen willst.
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| > taz 27.07.1995
von Kirsten Niemann
Mehr Spaß im Bett mit Lauras Sexclusivitäten
Gemüsefraktion aus Edelgummi
Die Gastgeberinnen haben sich
auf Lauras Besuch gut vorbereitet:
Ein kleines Buffet, Kerzenschein, ein Fläschchen Sekt. Doch Laura
ist keine gewöhnliche Kaffeeklatschtante, sondern Vertreterin von
erlesenem Sexspielzeug für die Frau von heute: Holz- und Gummidildos
in Form (...) eines Delphins (...)
Mit gigantischen falschen Brüsten, als Frauenärztin oder Nonne
- (...) präsentiert sie ihre Kollektion und berät fachkundig
beim Kauf.
Anschließend geht es nach alter "Roomservice-Manier" auch schon
mal direkt zur Sache.
Nämlich dann, wenn die Kundinnen ihre Neuerwerbungen sofort mit
ihr ausprobieren wollen.
(...)
Den Großteil ihrer Waren, alles aus hochwertigem Material, läßt
sie aus San Francisco einfliegen. (...)
Unter den Berliner Lesben sind Lauras Aktionen schon lange bekannt, nicht
erst seit dem von ihr herausgegebenen Lesbenstadtplan "Für sie und
sie", (...)
"Die Frauen haben kapiert, daß ein Dildo keineswegs nur ein "Witwentröster" ist,
sondern ein Spielzeug, mit dem man noch mehr Spaß im Bett haben kann",
freut sich Laura über die Offenheit der Frauen.
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| > WoZ 24.
Juni 1994 von Lilian Räber
Laura Méritt: Sexarbeiterin
im Dienste der Lesben
Fuckerware-Parties und Dildogiessen am Feierabend
Bei Laura Méritt paart sich professioneller Optimismus mit praktischer
Einschätzung, gay- und lesbianpride und kritisch-feministische Gesellschaftsanalyse.
Zusammenfassen lässt sich beides am besten im Begriff "Sexarbeit".
Méritts Arbeitsgebiet ist Sexualität, ganz nach US-amerikanischem
Vorbild. Sie orientiert sich zum Beispiel an den Essays und Auftritten
von Susie Sexpert. "Susie Sexperts Sexwelt für Lesben" wurde auch
von Laura Meritt ins Deutsche übersetzt, seit Pat Califias "Sapphistrie",
das 1981 in Deutschland erschien, die erste deutschsprachige Veröffentlichung
explizit zu lesbischer Sexualität. (...)
Als Pionierin hat Méritt auch mit verschiedenen praktischen Problemen
zu
kämpfen. Es gibt keine brauchbaren Gummis ohne Reservoir; davon, dass Pariser
auch dazu dienen könnten, Sextoys zu schützen, hat die Präservativindustrie
nie was gehört. Hinzu kommen technische Mängel bei den Vibratoren
oder relativ hohe Zollchargen auf die aus den Staaten importierten Dildos.
(...)
Méritts Sexarbeit umfasst mehr als den Toyverkauf in der privaten
Küche. Vorträge über die Geschichte der Sexualität
in früheren Zeiten, Performances als eine der "Bösen Mösen",
Mitinitiatorin der Sexzeitschrift "Austern" und und und (...)
Innerhalb der letzten Jahre avancierte Laura Méritt in einer breiten Öffentlichkeit
zu dem, als was sie sich ausgibt: zur Sexpertin. Sie trat an öffentlichen
und privaten Fernsehsendern in Gesprächsrunden zum Thema Weibliche
Lust auf. (...)
Die Medienpräsenz von Lesben sieht sie auch als Effekt und Erfolg
ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Lesben wollten an die Öffentlichkeit,
nun haben sie es geschafft. (...)
Es ist aber auch ein Fact, dass ihre Aktivitäten im lesbischen Netzwerk
boykottiert werden. Die Telefonnummer von "Sexclusivitäten" wurde
an der Infostelle für Frauenprojekte lange Zeit nicht durchgegeben,
so dass sie ihre Kundinnen auffordern musste, dagegen zu protestieren.
Das feministische Berliner Szeneblatt "Blattgold" nimmt ihre Inserate nicht
an und lässt es sich nicht nehmen, jeweils auf den Klatschseiten gegen
Laura und ähnlich Engagierte zu sticheln.
(...)
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Veröffentlichungen
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Diese und weitere Veröffentlichungen
von Laura Méritt finden
sie hier........
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