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PorYes-feministische Pornos?
Was zeichnet Frauenpornos aus und wie wollen Frauen wirklich sehen und gesehen werden? In der Frauenbewegung gab es schon immer einen Flügel, der sich freudenaktivistisch für weibliche Pornografie eingesetzt hat, aber der PorNo-Aufmerksamkeit entbehrte. Überblick über die PorYes-Bewegung und ihre Auswirkungen bis heute, Filmausschnitte und Diskussion mit der Initiatorin des Poryes-Awards, des Feministischen Pornofilmpreis Europa.

"G(enuss)-Fläche und weibliche Ejakulation"
Die weibliche Prostata ist als funktionsfähiges anatomisches Organ anerkannt. Dennoch wird ihre Existenz immer wieder diskutiert. Dr. Laura Méritt klärt auf und ermuntert zum Experimentieren: Wie sieht sie aus, wo sitzt sie, wie wird sie stimuliert und wie ejakuliert frau?

"Freudenfluss - Geschichte der weiblichen Ejakulation, Wahrnehmung im Wandel der Zeit."
Die Definition von Sexualität ist zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlcihen Gesellschaften äußerst verschieden. Wie sich die sexualpolitischen Annahmen auf die weibliche Prostata auswirken und welche Interessen hinte der jeweils herrschenden Auslegung stecken, ist auch eine spannende Geschichte der Sexualmoral.
Toy toy toy – Die Geschichte der Sexspielzeuge
Sexspielzeuge und ihre Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Von ursteinzeitlichen Dildos, Cleopatras Gelüsten, „hysterischen Paroxismen“ und der Erfindung des Vibrators bis zu den heutigen Design-Dildos. Welchen Einfluss hatte die Frauen (gesundheits-)-Bewegung auf die Sexualität, ihre Definition, Moral und Normen und welchen Sprachwandel kann man parallel zur gesellschaftlichen Wandel ablesen? Vortrag mit Demonstration von Spielzeugen.

Let´s talk about Sex - Sprache und Sexualität
Vagina oder Pussy, Muschi oder Möse, Yoni oder Vulva, wie wollen wir sie nennen? Wenn es um Sex geht, weichen wir oft in –ualitäten aus oder ziehen fremdsprachliche oder medizinische Bezeichnungen vor. Was aber ist so abstoßend an den puren Obschönitäten? Wir gehen den Dingen „da unten“ auf den Grund und nähern uns dem Schatzkästchen an, indem wir alle kulturellen, religiösen und sozialisationsbedingten Hindernisse benennen. So können wir den Weg freimachen zum Tempel der Lüste und neue liebevolle Bezeichnungen kreieren sowie alte positiv aufwerten.

Polyamory
Beziehungen waren immer schon mehr als „einfach“, das zeigt der Blick in die Geschichte – denken wir z.B. an Natalie Barney und ihre Pariser Salons der 20er Jahre. Oft wurden sie heimlich gelebt und manchmal auch unheimlich benachteiligt. Mehrfachlieben sind erotische, emotionale, geistige oder seelische Verbindungen. Geschichte, Generationsunterschiede, Gefühlsmanagement und Kommunikation spielen ebenso eine Rolle wie Geld oder Altersvorsorge. Wir beleuchten die verschiedenen Facetten polyamourösen Lebens und analysieren den Beziehungswandel, der schon seit längerem gesellschaftlich u.a. in der Polyamory-Bewegung einen Ausdruck findet.
Matriclan statt Ehemann. Die Mosuo: matriarchale Gesellschaften heute.
Am Beispiel der Mosuo in China erläuterte die Forscherin Dr.in Laura Méritt die matriarchale Gesellschaftsstruktur und analysierte ihre Rezeption in westlichen (patriarchalen) Kulturen. Wie leben die Mosuo heute, wie sehr haben sich ihre Strukturen durch äußere Einflüsse gewandelt?
Es wurde zudem der Frage nachgegangen, warum patriarchale Beschreibungen lebender Matriarchate Vorurteile, Missverständnisse und Projektionen, die bei der Bezeichnung “Matriarchat” in Gegenüberstellung des Patriarchats auftreten, fördern.

Animösitäten & Sexkapaden
Szenische Lesung durch die erotische Literaturgeschichte von Frauen.
